Trinkwasser-Test in unserer neuen Küche

By Birgit
Leitungswasser = Trinkwasser?
Oder ausführlicher gefragt: Ist das wirklich Trinkwasser, was aus unserem Wasserhahn in der Küche läuft? Diese Frage hatte ich mir schon oft gestellt und nie weiter verfolgt. Versprochen hatte ich das bereits in unserem Test über „St. Leonhards Wasser im Vergleich“. Anlass nun, war das Aufstellen neuer Küchenmöbel einschließlich „nagelneuem“ Wasserhahn. So kann ich den Wasserhahn als Fehlerquelle schon mal ausschalten, dachte ich zumindest.
Vorangestellt möchte ich sagen, dass ich selbstverständlich davon ausgehe, dass die DREWAG in Dresden uns Trinkwasser nach Trinkwasserverordnung bis ans Haus liefert. Aber was passiert in den Wasserleitungen in unserem Haus, einem sanierten Altbau. Kommt das angelieferte Trinkwasser auch 1:1 so aus unserem Wasserhahn?
Nach dem Aufbau unserer neuen Küche und dem Anschluss aller Geräte inkl. Wasserhahn mit allem Zubehör bin ich fest davon ausgegangen.

Auswahl des Testlabors, Test und Testergebnis
Nach einigen Recherchen und einer Fernsehsendung haben wir uns für das Private Institut für Produktqualität aus Berlin entschieden, denn das Testergebnis sollte korrekt sein. Um Fehlerquellen auszuschließen, müsste man eigentlich mehrere Proben in verschiedene Labore schicken und die Ergebnisse vergleichen. Da so ein Trinkwasser-Test ca. 100 Euro kostet, haben wir nur ein Labor ausgewählt.
Auf der Internetseite des Instituts www.wasserschnelltest.de werden verschiedene Wassertests angeboten. Wir haben uns für den „Wasserschnelltest Trinkwasser PLUS“ zum damaligen Preis von 119,- Euro entschieden. Bezahlt wird im Voraus, kurz darauf erhielten wir ein Paket mit allen „Zutaten“ zum Entnehmen unserer Trinkwasser-Probe inklusive ausführlicher Beschreibung.
Für die Trinkwasseranalyse werden zwei Varianten angeboten. Zum einen Wasser testen, welches direkt aus meinem Wasserhahn kommt, zum anderen Wasser testen, das sich in den Rohren der Hausinstallation befindet. Wir haben uns für die erste Variante entschieden und unsere Wasserprobe genau nach Anleitung abgefüllt, verpackt und abgeschickt. Nun hieß es warten.

Das Ergebnis sollten wir nach 3-5 Werktagen nach Eingang der Probe im Labor per E-Mail erhalten. Am fünften Werktag habe ich es nicht mehr ausgehalten und angerufen, um zu fragen, wann mit dieser E-Mail zu rechnen ist. Kurze Zeit danach kam das Ergebnis bei uns an.
Die Zusammenfassung unserer Trinkwasseranalyse lautete wie folgt: „Der Nickelgehalt übersteigt den Grenzwert der aktuell gültigen Trinkwasserverordnung. Des Weiteren wurde eine Grenzwertüberschreitung bei der mikrobiologischen Untersuchung „Koloniezahl bei 36 °C“ nachgewiesen. Das Wasser ist damit nicht als Trinkwasser geeignet.“
Empfohlen wurde uns die Kontaktaufnahme mit einem Fachmann für Trinkwasserinstallation, der Hausverwaltung bzw. dem Vermieter.
Ursachen Suche und Problemlösung
Nun fing die Ursachen Suche erst richtig an. Zuerst informierten wir natürlich unsere Hausverwaltung. Von dort erhielten wir die Auskunft: „Wir mehr lesen
Source: Livona